Römer und Bajuwaren Museum Burg Kipfenberg



Alltagsleben an der Grenze


Wachdienst im Limesturm

Die Wachtürme waren meist
dreistöckig erbaut.
Das Erdgeschoss diente
wahrscheinlich als
Abstell- und Vorratsraum sowie
als Waffenkammer, der mittlere Stock als Wohn-, Schlaf- und
Kochraum für die
Soldaten. Für den Wachdienst
wurde die oberste Etage
genutzt.Die Besatzung bestand aus
4-5 Mann, die von einem nahe
gelegenen Kastell an die
Grenze abkommandiert wurden.
Sie versahen ihren Dienst für
einige Wochen rund um die Uhr.

Der Alltag der Soldaten bestand hauptsächlich
aus Wachdienst, Essenszubereitung, Instandhalten
von Kleidung und Ausrüstung. Auch führten sie
notwendige Reparaturen an Turm und Limes aus.


Ausrüstung der Soldaten

Das militärische Rüstzeug eines römischen Auxiliar-
soldaten bestand aus zwei Teilen, der Schutzausstattung
für den Soldaten selbst und der Bewaffnung.
Für seine persönliche Sicherheit führte der Soldat
einen Helm mit Nackenschutz, Wangenklappen und zwei
kräftigen Metallbügeln über der Helmkalotte als Schutz
gegen Schwerthiebe mit sich. Über seinem Oberkörper trug
er ein bewegliches Kettenhemd oder einen Schuppenpanzer.
Hinzu kam ein leder- oder filzüberzogener Rundschild aus Holz,
den er in einer ledernen Schutzhülle aufbewahrte.
An Verteidigungswaffen besaß er eine Stoßlanze, ein langes
Hiebschwert (Spatha), einen Dolch, Wurfspeere mit Schleuderschlaufen,
eventuell einen Reflexbogen mit einem Köcher voller Pfeile,
eine Armbrust mit Armbrustbolzen oder eine Schleuder
für Stein-, Blei- oder Tonkugeln.


Alarmsystem bei Angriffen

Bei einer feindlichen Annäherung
gaben die Wachtposten
Signale von Turm zu Turm
weiter, um in den nächstgelegenen
Limeskastellen Verstärkung anzufordern.
Je nach Sicht- und Wetterverhältnissen
wurden optische oder akustische Zeichen
eingesetzt: Fackeln,
Feuerzeichen oder Hornsignale.



siehe auch:     Anton Gäck: Besuch im Römerturm

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